40 Jahre Hausmeister im Lutherhaus

von | Jul 19, 2021

Vierzig Jahre lang gehörten unser Lutherhaus und das Ehepaar Gerda und Hans Schiebler untrennbar zusammen. Seit Juli genießen die beiden ihren Ruhestand und fanden Zeit für ein Gespräch mit Pfarrer Claus Bergmann:

Claus Bergmann: Vierzig Jahre, das ist mehr als eine ganze Generation. Wie hat das eigentlich angefangen mit Ihnen und dem Lutherhaus?

Hans Schiebler: Da hatte gerade der große Umbau am Lutherhaus begonnen und die Kirchengemeinde suchte per Annonce einen Hausmeister. Ich habe mich beworben und wurde vom Kirchenvorstand ausgewählt.

C.B.: Sie hatten zu der Zeit ja auch eine Beschäftigung als Hausmeister bei Steingass.

H.S.: Ja, aber wir hatten gerade unser Haus gebaut, fast angrenzend an das Lutherhausgrundstück. Da konnten wir jede zusätzliche Mark gut gebrauchen. Vielleicht war das ja auch ein Grund für den Kirchenvorstand mich auszuwählen, weil ich so nahe dran wohne.

C.B.: Und Sie, Frau Schiebler, kamen dann später auch dazu.

Gerda Schiebler: Als das Haus dann wieder in Betrieb war stellte sich schnell heraus, dass die Arbeit für einen allein gar nicht zu schaffen ist. Hans hat dann einmal gegenüber Frau Bogner erwähnt, dass ich die Putzarbeiten mache. Da hat sie sich mich dann genau angeschaut – und seit 1. Januar 1983 wurde ich auch angestellt. Mit Dekan Bogner und seiner Frau sind wir all die Jahre, auch nach seinem Ruhestand, freundschaftlich verbunden geblieben.

C.B.: Noch einmal zu Ihnen, Herr Schiebler. Sie sind ja kein gebürtiger Gunzenhäuser, sondern stammen aus dem Bayerwald. Was hat Sie hierher geführt?

H.S.: Die Gunzenhäuser Kirchweih! Da war ich mal zu Besuch und bin prompt hier im Krankenhaus gelandet. Nein, nicht wegen einer Schlägerei, sondern wegen Blinddarm. Dann habe ich festgestellt, dass man hier – ich bin ja gelernter Spengler, Installateur und Dachdecker – viel besser verdienen konnte als daheim. Da bin ich halt geblieben …

C.B.: Ein großes Glück für uns! Und zu Ihnen beiden kam dann noch das „Schiebler-Team“:

G.S.: Das waren Freunde von der Feuerwehr. Und so, wie wir dort zusammengeholfen haben, haben sie uns dann auch im Lutherhaus bei allen größeren Aktionen unterstützt, jetzt schon 35 Jahre lang.

C.B.: So habe ich es auch kennen und schätzen gelernt. Kein Gemeindefest, kein Ehrenamtsabend ohne Schiebler-Team. Und dabei kam der Spaß und das Feiern nicht zu kurz.

H.S.: Ja, das sind schöne Erinnerungen. Wir sind da ja auch als Wildecker Herzbuben aufgetreten. Eine Riesengaudi! Und bei den Gemeindefesten, da mussten dann die Metzger noch ein paar Ringe Stadtwurst spendieren: Für die, die beim Aufräumen geholfen haben. Da musste ja auch noch restliches Fassbier weg …

C.B.: Gibt es Höhepunkte an die Sie sich besonders erinnern?

G.S.: Ich habe mal nachgerechnet: Wir haben insgesamt 20 Dekane, Pfarrer und Diakone hier verabschiedet. Die Landessynode hat hier getagt mit dem Bischof, Missionsfeste … Gerne denke ich auch noch an die Deutschkurse vom Berufsfortbildungszentrum, damals als die Grenzen aufgingen.

C.B.: Und was haben Sie am liebsten gemacht?

G.S.: Eigentlich die Vorbereitungen für die großen Feste und Hochzeiten. Wenn Hans Dekorationsmaterial vom Steingass mitgebracht hat und alles richtig schön wurde. Und schön war es auch, so viele verschiedene Menschen kennenzulernen. Eigentlich hat das immer sehr gut geklappt, auch wenn z.B. Tamilen hier im Haus ihre riesigen Hochzeiten gefeiert haben.

H.S.: Wenn es uns nicht so viel Spaß gemacht hätte, hätten wir ja früher aufgehört.

C.B.: Vielen Dank für das Gespräch! Alles Gute für Sie beide!

 

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