Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Regionale Vereinbarung

Regionale Vereinbarung

zwischen dem Evang. - Luth. Dekanatsbezirk Gunzenhausen,
der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Gunzenhausen und
dem Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./
Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Gunzenhausen

 

Die Regionale Vereinbarung ist gemäß § 1 Abs. 3 und § 2 Abs. 2 Predigergesetz Voraussetzung zur kirchlichen Beauftragung eines Predigers / einer Predigerin für die örtliche landeskirchliche Gemeinschaft bzw. den Gemeinschaftsbezirk.

Des Weiteren dient sie auf der Grundlage der Vereinbarung vom 01.07 2013 zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und dem Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V. zur Fortentwicklung und zur Vertiefung der Beziehungen und zur Regelung der Kooperation zwischen dem

Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Gunzenhausen, der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Gunzenhausen und dem Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./ Landeskirchliche Gemeinschaft Gunzenhausen.

 

Sie umfasst folgende Bestimmungen:

 

1. Zuordnung und Zusammenwirken

1.1. Der Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./ LKG Gunzenhausen, ist gemäß Art. 4 Abs. 1 und 2 der Vereinbarung der ELKB mit den Gemeinschaftsverbänden dem Bereich des Dekanatsbezirks Gunzenhausen zugeordnet.

1.2. Der Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./ LKG Gunzenhausen, nimmt bewusst einen Platz in der ELKB wahr. Innerhalb dieses Rahmens wird die Gemeindearbeit entsprechend der eigenen Tradition und dem eigenem Selbstverständnis verantwortet.

1.3. Das Zusammenwirken der landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) und den Kirchengemeinden sowie deren Hauptamtlichen soll vom Geist gegenseitiger Wertschätzung und Fürsorge getragen sein. Die Zusammenarbeit erfolgt auf der Beziehung wechselseitigen Vertrauens.

 

2. Der Verbindungsausschuss

2.1. Die Partner dieser Vereinbarung bilden einen paritätisch besetzten Verbindungsausschuss. Diesem Gremium gehören

O vier

O sechs

X  acht

Mitglieder1 an. Die Mitglieder werden jeweils von den entsendenden Leitungsorganen aus ihrer Mitte berufen. Die Mitglieder aus dem Bereich des Dekanatsbezirks Gunzenhausen sind der/die jeweilige Dekan/Dekanin und ein weiteres Mitglied des Dekanatsausschusses sowie zwei Mitglieder aus dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Gunzenhausen. Die Amtsperiode beträgt vier Jahre. Darüber hinaus bestimmen die entsendenden Leitungsorgane ein stellvertretendes Mitglied, dass bei Verhinderung den Platz eines ordentlichen Mitgliedes einnimmt.

1 Abhängig von örtlichen Gegebenheiten. Zutreffendes bitte ankreuzen.

2.2. Die Mitglieder des Verbindungsausschusses wählen aus ihrer Mitte eine/n Vorsitzende/n und eine/n stellvertretende/n Vorsitzende/n. Der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende soll der LKG Gunzenhausen angehören. Zur Hälfte der Amtsperiode kann ein Wechsel im Vorsitz vorgenommen werden. Zur ersten Sitzung lädt der zuständige Dekan/die zuständige Dekanin ein und leitet die Wahl.

2.3. Der Verbindungsausschuss tritt auf Einladung des/der Vorsitzenden mindestens einmal im Jahr zusammen. Er ist einzuberufen, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder dies unter Angabe der Tagesordnungspunkte verlangt. Er ist beschlussfähig bei Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Zahl der Mitglieder.

2.4. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der Anwesenden gefasst. Stimmenthaltungen gelten bei Wahlen als Neinstimmen; im Übrigen als nicht abgegebene Stimmen.

 

3. Aufgaben des Verbindungsausschusses

Der Verbindungsausschuss hat vor allem folgende Aufgaben:

  1. Weiterentwicklung der gemeinsamen Beziehungen

  2. Förderung des gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausches

  3. Etablierung von Angeboten für das theologische Gespräch

  4. Verabschiedung von Empfehlungen für die Festlegung der Zeiten der Gottesdienste, Gemeinschaftsstunden, Gemeinschaftsgottesdienste und Sonderveranstaltungen

  5. Anregung zu gemeinsamen Veranstaltungen oder Projekten (missionarische, diakonische oder soziale Aktivitäten)

  6. Empfehlungen zu geben für das Zusammenwirken in der Öffentlichkeitsarbeit (Pressemeldungen, eigene Publikationen, Gemeindebriefe, Schaukästen etc.).

  7. Informieren über Aktivitäten und Bauvorhaben.

  8. Vermittlung in Konfliktfällen (unbeschadet von Ziffer 11).

 

4. Information und Zusammenarbeit

Der Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./  LKG Gunzenhausen und die betroffenen Kirchengemeinden tragen für einen guten Informations- und Erfahrungsaustausch Sorge und nehmen Möglichkeiten der Zusammenarbeit nach Kräften wahr. Der Kirchenvorstand der jeweiligen Kirchengemeinde und die örtliche LKG Leitung treffen sich nach Möglichkeit einmal jährlich zu gemeinsamen Sitzungen.

 

5. Nutzung von Räumen

Der Hensoltshöher  Gemeinschaftsverband e.V./  LKG Gunzenhausen und die betroffenen Kirchengemeinden unterstützen sich gegenseitig, z.B. durch Überlassung von Räumen für Veranstaltungen.

Vereinbarungen für die Überlassung von Räumen werden im Bedarfsfall zwischen den zuständigen Kirchenvorständen vor Ort und den Leitungsgremien der örtlichen LKG getroffen.

 

6. Gottesdienste

6.1. Die Gottesdienste der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Gunzenhausen finden in der Regel am Sonntagvormittag statt. Bei anderen Gottesdienstformen, an bestimmten Feiertagen und zu bestimmten Anlässen finden zusätzliche Gottesdienste auch zu anderen Zeiten statt.

6.2. Die  LKG Gunzenhausen hält ihre Gemeinschaftsgottesdienste im folgenden Turnus:

am ersten Sonntag im Monat um 10.30 Uhr, an allen anderen Sonntagen in der Regel um 17.00 Uhr

Eine darüber hinausgehende Festlegung der Gemeinschaftsgottesdienste auf die eingeführte Gottesdienstzeit der Kirchengemeinde sollte - wenn irgend möglich - vermieden werden. Für diesen Fall ist eine Regelung für gemeinsame Veranstaltungen zu treffen, die den Zusammenhang und das intendierte Zusammenwirken von Kirchengemeinde und Gemeinschaft erkennen lassen (vgl. Ziffer 3, Nr. 3, 5, 6).

6.3. Veränderungen der gemeindlichen Gottesdienstzeiten und der regelmäßigen Veranstaltungen der LKG werden jeweils erst nach vorheriger Information vorgenommen. Über die Entwicklung neuer Schwerpunkte beim gottesdienstlichen Angebot findet im Vorfeld eine gegenseitige Information statt.

6.4. Die Landeskirchlichen Gemeinschaften und die jeweiligen Kirchengemeinden informieren sich gegenseitig und möglichst rechtzeitig über ihre jeweilige Jahresplanung und versuchen Terminüberschneidungen möglichst zu vermeiden.

 

7. Feier des Heiligen Abendmahls in der LKG Gunzenhausen

7.1. In der LKG Gunzenhausen finden Feiern des Heiligen Abendmahls statt.

7.2. Die LKG Gunzenhausen legt Form und Häufigkeit des Heiligen Abendmahles fest und informiert die  Kirchengemeinde Gunzenhausen.

7.3. Verantwortlich für die Abendmahlsfeiern ist der/die dafür berufene Prediger/in.

7.4. Auf Wunsch eines Mitgliedes der LKG kann der Prediger/die Predigerin auch Hausabendmahlfeiern durchführen.

7.5. Als Zeichen der Einheit ist es wünschenswert, dass sich Pfarrer/Pfarrerin der jeweiligen Kirchengemeinde und Prediger/Predigerin mindestens einmal im Jahr gegenseitig zur Mitwirkung bei der Feier des Heiligen Abendmahls in der Kirchengemeinde bzw. in der Gemeinschaft einladen.

 

8. Bereich und Umfang des bestimmten Dienstes des Predigers/der Predigerin

8.1. Bereich und Umfang des bestimmten Dienstes des Predigers/der Predigerin sind in § 5 Predigergesetz geregelt.

Danach kann je nach den örtlichen Gegebenheiten der Dienst des Predigers/der Predigerin folgende Dienste umfassen:

  • die Vornahme von Trauungen und Beerdigungen nach Einholung des Einverständnisses des zuständigen Pfarrers / der zuständigen Pfarrerin,

  • Verkündigung und Abendmahlsfeiern in Gottesdiensten der Kirchengemeinde, wenn der zuständige Kirchenvorstand dies wünscht.

  •  

Regelung des bestimmten Dienstes des Predigers/der Predigerin bzgl. der Taufe

Taufen werden in der Regel durch den zuständigen Pfarrer/die zuständige Pfarrerin in Übereinstimmung mit den Leitlinien des kirchlichen Lebens der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands gefeiert.

Der bestimmte Dienst des Predigers/der Predigerin kann gemäß § 5 Abs. 2 des Predigergesetzes allerdings auch die Leitung der Feier der Taufe umfassen, wenn

1. die regionale Vereinbarung dies vorsieht,

2. der Prediger/die Predigerin sich zur Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit der Taufe im Namen des dreieinigen Gottes bekennt,

3. der Prediger/die Predigerin sich verpflichtet nur Tauffeiern zu leiten, die die Mitgliedschaft in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern begründen und

4. der Prediger/die Predigerin in jedem Einzelfall rechtzeitig Zession bzw. Dimissoriale einholt und vollzogene Taufen mit dem amtlichen Formular an das zuständige Pfarramt meldet.

In diesem Fall ist für den Prediger/die Predigerin eine Dienstordnung zu erstellen, die vom Dekan/der Dekanin, dem Prediger/der Predigerin und dem Inspektor/der Inspektorin des zuständigen Gemeinschaftsverbandes zu unterzeichnen ist.

Diese Dienstordnung muss vom Landeskirchenrat genehmigt werden (vgl. § 5 Abs. 3 Predigergesetz)

Die Partner dieser Vereinbarung legen dazu folgendes fest:

  • Die Taufe ist im Rahmen des bestimmten Dienstes vorgesehen. Einzelne Kirchengemeinden des DB Gunzenhausen können diesen Dienst für ihren Bereich ausschließen. Der Dekan/die Dekanin holt die Beschlüsse der Kirchengemeinden ein, informiert zeitnah die LKG Gunzenhausen und listet diese Gemeinden in einem Anhang A auf.

Eine entsprechende Dienstordnung wird erstellt und wird dieser regionalen Vereinbarung als Anhang B beigefügt.

Begründung, warum von der Regel abgewichen werden und der Dienst des Predigers / der Predigerin auch ausnahmsweise die Leitung der Feier der Taufe umfassen soll:

Die LKG Gunzenhausen erreicht Menschen, die keine oder noch keine Beziehung zu Kirchengemeinden haben. Sie sehen die LKG als ihre Gemeinde an, weil sie dort geistlich beheimatet sind.

Wenn erkennbar ist, dass der Taufwunsch erheblich gemindert wird, falls die Taufe nicht durch den Prediger/die Predigerin vorgenommen wird, ist dies aus seelsorgerlichen Gründen geboten.

8.2. Der bestimmte Dienst darf erst aufgenommen werden, wenn der Landeskirchenrat eine Beauftragung ausgesprochen hat. Soweit diese Vereinbarung für den bestimmten Dienst des Predigers/der Predigerin sich weitergehend auch auf die Leitung der Feier der Taufe erstreckt, darf die Leitung der Feier der Taufe durch den Prediger/die Predigerin erst vorgenommen werden, wenn die Genehmigung der entsprechenden Dienstordnung durch den Landeskirchenrat erfolgt ist. Andernfalls kann dies dazu führen, dass eine Beauftragung nicht ausgesprochen wird bzw. der Prediger/die Predigerin die Rechte aus der Beauftragung verliert (vgl. § 9 Abs. 1 c) Predigergesetz).

8.3. Nach Vornahme von Taufe, Trauung und Beerdigung sind dem zuständigen Pfarramt die erforderlichen Angaben unverzüglich mitzuteilen. Beurkundungen dieser Amtshandlungen werden nur im zuständigen Pfarramt vorgenommen.

8.4. Die Pflichten des Predigers/der Predigerin ergeben sich im Übrigen aus § 6 Predigergesetz.

8.5. Der bestimmte Dienst ist längstens für die Geltungsdauer der regionalen Vereinbarung befristet.

 

9. Gastweise Teilnahme des Predigers/der Predigerin der LKG an Pfarrkonferenzen/-konventen und Dekanatssynoden

Der Prediger/die Predigerin der LKG wird zu Pfarrkonferenzen sowie zu Dekanatssynoden, gegebenenfalls auch zu Konventen des Pfarrkapitels eingeladen. Er/sie nimmt entsprechend gegebener Möglichkeiten mindestens einmal im Jahr daran teil.

 

10. Sonstige Absprachen

keine

 

11. Regelung in Konfliktfällen

Konfliktfälle auf der Ebene des Dekanatsbezirks und seiner Kirchengemeinden, die die Partner dieser Vereinbarung auf Orts- bzw. Dekanatsebene nicht beilegen können, legen sie dem zuständigen Oberkirchenrat im Kirchenkreis/der zuständigen Oberkirchenrätin im Kirchenkreis und der Leitung des Gemeinschaftsverbandes vor und bitten diese um Unterstützung bei der Lösung des Konflikts.

 

12. Abschluss der Vereinbarung, Inkrafttreten, Geltungsdauer

12. 1. Die regionale Vereinbarung tritt nach der Zustimmung des Landeskirchenamtes und der Leitung des Gemeinschaftsverbandes am ........................... in Kraft. Sie gilt zunächst für drei Jahre und kann von jedem Partner dieser Vereinbarung mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist jeweils zum Jahresende gekündigt werden. Nach Ablauf der drei Jahre verlängert sie sich jeweils um zwei Jahre, sofern sie nicht von einer Seite unter Beachtung der genannten Kündigungsfrist gekündigt wird.

12.2. Die Beauftragung eines Predigers/einer Predigerin ist erst nach Erteilung der Zustimmung des Landeskirchenamtes zu dieser Vereinbarung möglich.

....Gunzenhausen......................................................., den ..................

Für den Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Gunzenhausen. ....................................................................................

Für die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Gunzenhausen....................................................................................

Für den Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V./ LKG Gunzenhausen....................................................

Zustimmend zur Kenntnis genommen:...............................................................................................................

(Oberkirchenrat/Oberkirchenrätin im Kirchenkreis)

Hinweis zum Verfahren: Die Vereinbarung ist vor Unterzeichnung dem/der zuständigen Oberkirchenrat/Oberkirchenrätin im Kirchenkreis zur Stellungnahme zuzuleiten und nach Unterzeichnung auf dem Dienstweg - d.h. auch über den Oberkirchenrat/die Oberkirchenrätin im Kirchenkreis - dem Landeskirchenamt zuzuleiten.

Anlage A:   Kirchengemeinden des DB Gunzenhausen, die den bestimmten Dienst der Taufe durch den/die Prediger/Predigerin für ihren Bereich ausschließen

Anlage B: Dienstordnung für den Prediger/die Predigerin

 

drucken nach oben