Pfarrer Malcher sagt Ade

von | Jul 1, 2021

Liebe Gemeinde,

ich muss zugeben, es hat mich dann doch sehr berührt, als Kollege Bergmann mich bat, ein Abschiedswort zu schreiben. Ist es wirklich schon so weit? Ja doch – am 1. Juli werden es genau 14 Jahre, die ich als Gemeindepfarrer bei Ihnen in Gunzenhausen tätig bin. Und nun heißt es Abschiednehmen? Noch nicht ganz. Zwar werde ich nicht mehr als Gemeindepfarrer für den 3. Sprengel zuständig sein. Diese Dienstaufgabe übernimmt ab dem 1. Juli Pfarrer Benedikt Wolff. Doch werde ich noch ein Jahr lang in der Tourismus- und der Altenheimseelsorge weiterarbeiten. Meine Frau und ich freuen uns sehr, dass wir noch eine Weile in Gunzenhausen bleiben können.

Nach 15 Jahren als Gemeindepfarrer von Burgbernheim begann mein Dienst in Gunzenhausen am 1. Juli 2007. Die Menschen hier am Ort, die Kolleginnen und Kollegen im Pfarrkapitel begegneten uns vom ersten Tag an mit großer Offenheit und Herzlichkeit. Das hatten wir bisher so noch nicht erlebt und so wurden wir in Gunzenhausen schnell heimisch. Es wurden wunderbare Dienstjahre. Wir durften großartige Menschen kennenlernen, hatten viele schöne gemeinsame Erlebnisse miteinander – da denke ich besonders an die Konfirmanden- und Jugendarbeit, die Präpi-Camps, den Posaunenchor, den Seniorenkreis, das Taizé-Team, die tollen Gottesdienste usw. Wir sind uns gegenseitig beigestanden in Freud und Leid und haben so das Evangelium, die frohe Botschaft vom menschenfreundlichen Gott im Alltag des Lebens als die uns tragende und kraftgebende Wirklichkeit erfahren. Für all diese wunderbaren Erlebnisse bedanken sich meine Familie und ich mich bei Ihnen sehr herzlich.

Ich möchte aber auch meine Trauer nicht verschweigen – meine Trauer darüber, wie sehr sich die Berufswirklichkeit des Pfarrers, der Pfarrerin in den letzten Jahren verändert hat. Das hat nicht nur mit den hohen Austrittszahlen zu tun, die ich bei einer so lebendigen und aktiven Gemeinde wie Gunzenhausen nicht verstehen kann. Das hat auch mit der immer geringer werdenden Anzahl der Gottesdienstbesucher zu tun. Die Gottesdienste dünnen aus, obwohl die Lektoren und Prädikanten sowie alle Hauptamtlichen mit Herzblut dabei sind und die Organisten, die Chöre und musikalischen Ensembles um KMD Bernhard Krikkay ein großartiges kirchenmusikalisches Programm aufbieten, um das uns andere Gemeinden beneiden. Das hat auch mit den Corona bedingten Einschränkungen der Kontakte zu tun.

Andererseits macht es mir viel Mut und Hoffnung, dass wir jetzt so aktive junge Kolleginnen und Kollegen unter uns haben, die neue, kreative Wege in der Gemeindearbeit gehen. Und ich habe die Glaubensgewissheit, dass der Herr seine Kirche nicht fallen lassen wird. Es wird Veränderungen geben, die schmerzen, aber es wird weitergehen.

Liebe Gunzenhäuser, bleiben Sie beschützt und behütet. Möge Gott uns durch seinen Heiligen Geist immer wieder beleben und befeuern, damit wir nie die Orientierung, die Hoffnung und den Glauben verlieren und uns geborgen und behütet wissen unter dem weiten Horizont seiner Liebe. So verabschiede ich mich aus der Gemeindearbeit mit einem meiner biblischen Lieblingsworte: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ Psalm 31,9

Ihr Pfarrer Ekkehard Malcher mit Familie

 

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